19. Dezember 2016 - 1 Kommentar.

So…

...das wäre geschafft!

WAS FÜR EIN HERBST!

Wer mir auf Facebook und Instagram gefolgt ist, hat schon mitbekommen, dass ich im Herbst ganz schön viel unterwegs war. Ja, es war wirklich eine spannende, arbeitsreiche und lehrreiche Zeit.

Die "Gehe Pharma Handel GmbH" beauftragte mich, für die Mitarbeiter der "gesund leben Apotheken" in ganz Deutschland Gruppen-Coachings durchzuführen, in der es um Mode und persönlichen Stil gehen sollte. Damit waren sie bei mir natürlich goldrichtig! So unterwerfe ich mich selbst keinem Mode-Diktat und war mir sicher, dass ich all den Frauen, die mir bei den 17 Terminen begegnen würden, im Idealfall den Druck nehmen würde, den sich manch einer beim Thema Mode macht und dennoch wertvolle Tipps mitgeben, wie man seinen persönlichen Typ unterstreichen kann und insbesondere auch trotz vorgeschriebener Arbeitskleidung kleine, individuelle Akzente setzen kann.

So war ich also unterwegs mit dem Zug durch ganz Deutschland; von September bis heute. Ja, heute Abend ist der letzte Termin. Ost-West-Süd-Nord; nahezu jedes Bundesland, und überall bis zu 24 Frauen, die auf Tipps und Tricks von mir hofften. 

Was ich in meinen Beratungen nie tue, ist, dass ich nur über die Fassade rede. Denn das bringt niemandem was. Da hätte ich auch einfach Zeitschriften verschicken können und hätte den Effekt erzielt, der sowieso schon Status-Quo ist: Mode-Frust statt Mode-Lust. "Otto Normalverbraucher" ist bei der Vielzahl von Angeboten oftmals völlig überfordert. Und dann kommt ja noch unser fehlendes Selbstvertrauen dazu, was bedauerlicherweise mehr Frauen betrifft, als man so gemeinhin denkt. Die "berühmten" Kilos zu viel, die vermeintlich schlechte Proportion des eigenen Körpers, die einfach nicht mit den Bildern in den Zeitschriften vereinbar ist, die krumme Nase, die schief liegenden Augen, die dünnen Haare.... Was habe ich nicht alles gehört in dieser Zeit.

Warum lenken wir nicht den Fokus auf die Dinge, die uns an uns selbst gefallen? Warum sind wir so selbstkritisch, dass wir unzufrieden sind, wenn wir nicht wie ein Topmodel aus der Zeitschrift aussehen? Warum lieben wir uns selbst nicht, so wie wir sind? Denn das ist der Beginn von Mode und Stil: zu wissen wer man ist und seine persönlichen Stärken zu kennen und zu betonen. Wenn ich mich selbst kenne und schätze, dann "verpacke" ich mich auch entsprechend. Und zwar nicht so, wie es mir die Mode-Industrie vorgibt, sondern so, wie es zu mir passt. 

Stellt Euch nur mal vor, wie langweilig die Welt wäre, wenn wir alle gleich aussähen- uniformiert und langweilig. Ist die Welt nicht genau deshalb so schön, weil sie bunt und wir alle unterschiedlich sind? 

Wenn ich doch weiß, dass ich unsicher bin in meiner Kleidung, warum kleide ich mich dann damit? Nur, weil es vermeintlich angesagt ist? Bei der ersten Kritik falle ich um und mein Selbstbewusstsein leidet den ganzen Tag und ich kann nicht "ich" sein, bis ich wieder an meinen Kleiderschrank komme, in die komfortable Jogging-Hose hüpfe und vor lauter Frust am Abend ne Tüte Chips oder ne Tafel Schokolade rein haue. Das kann ich sagen: Das ist nicht das Ziel von Mode. Vielmehr soll Kleidung die Persönlichkeit unterstreichen- das sagte sogar schon Elsa Schiaparelli, eine der großen Modeschöpferinnen im frühen 20. Jahrhundert. Stil und Klasse erreicht man nicht, in dem man ein "Mode-Fuzzi" ist, sondern indem man sich so annimmt, wie man ist, und genau diese Persönlichkeit unterstreicht. Zu sehen an allen bekannten Stil-Ikonen vergangener Epochen, die oftmals noch bis zum heutigen Tage als modern wahrgenommen werden.

Tja, ich hoffe sehr, dass ich dem ein oder anderen bei diesen Seminaren Mut machen konnte. Mut zum eigenen Stil. Mut man selbst zu sein und niemand anderem zu entsprechen.

Ja, ich weiß, es ist schwer- aber man muss nun mal mit sich selbst irgendwie klar kommen; umtauschen geht ja schlecht. Dann wäre es doch besser, wenn man sich viell. ein bisschen lieb hat und sich so um sich kümmert, wie man es sich auch von anderen für einen selbst wünscht. Selbstbewusst zu seinen Rundungen steht- viell. die markante Nase sogar zu seiner "Marke" macht. Es gibt so viele Möglichkeiten, seinen besonderen Typ zu unterstreichen. Dafür muss und darf man auch keiner Norm entsprechen. Überhaupt: Was heißt den Norm? Ich wage es mal zu behaupten, dass jeder von uns schön ist- auf seine eigene, ganz persönliche Art. Und die gilt es zu unterstreichen.

Schöne Kleidung kann zu Selbstbewusstsein beitragen- aber nur, wenn sie auch zur Persönlichkeit und einem Selbst passt.

Herzlichst

YU

Veröffentlicht von: Sabine Schindler in Allgemein

Kommentare

Andrea
19. Dezember 2016 um 13:39

Toll geschrieben liebe Sabine – mal nicht das oberflächliche Fashion Bla-Bla sondern Mut gemacht und Anregungen nagen zum Nachdenken! Du machst das klasse!

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