29. Januar 2017 - Keine Kommentare!

Zum Thema Detox Teil 2. Oder: Frühstück ist fertig!

....Tag 7 in Indien, soeben bin ich, wie jeden Morgen hier, nachdem ich den Jetlag überwunden hatte, um 6 Uhr aufgestanden (freiwillig und ohne Wecker!) und um 6.30 Uhr kam schon das fröhliche Mädchen aus der Therapie, um mir 110ml flüssiges Ghee zu bringen. Dies ist heute mein Frühstück. Gestern und vorgestern waren es je 30ml.
Aber mal ganz von Anfang:

Sonntag ging es ja los. Von Frankfurt über Dubai nach Cochin. In Dubai traf ich meine Freundin und Leidensgenossin für diese Tage, die aus München anreiste. Und was macht man so im Transit, wenn man auf dem Weg zum Detoxen ist? Richtig, erst mal noch ein Gläschen Wein trinken. Schliesslich fahren wir ja weg, um zu entgiften...

Montagmorgen landeten wir also in Cochin. Nachdem wir die Passkontrolle und die Hürde der Gepäckausgabe überstanden haben, spuckte uns der Flughafen aus in die (für mich bis dato) unbekannte Welt. Ein Fahrer erwartete uns schon, der uns ins "Sitaram Beach Retreat", ca. 100 km entfernt vom Flughafen, bringen sollte. Trotz extremer Müdigkeit konnte ich, ob der vielen Eindrücke, auf der Fahrt kein Auge zu tun. Vieles ist für unsere europäischen Augen wunderlich, aufregend, schön, aber einiges auch sehr traurig.

Wir erreichten das Resort und wurden sofort sehr freundlich empfangen- wir fühlten uns von der ersten Minute an liebevoll umsorgt und in guten Händen. Was man jedoch direkt mit einem Merkblatt zu unterschreiben bekommt, ist, dass man sich in keinem Wellness-Resort befindet, sondern vielmehr in einer Hotelanlage mit Ärztebetreuung. Wir würden viell. sagen: Eine Klinik unter Palmen. Ich erkläre mich einverstanden, dass ich hier bin, um mich vertrauensvoll in die Hände der Ärzte zu legen. Aufregend! Der Chefarzt stammt aus einer Famile, die nun bereits seit Generationen Ayurveda praktiziert und Landesweit Kliniken betreut. Wenn ich hier also nicht gut aufgehoben bin...

Die Zimmer befinden sich in kleinen Bungalows mit Klimaanlage und Deckenventilator. Sicherlich etwas einfacher gehalten- aber es ist wirklich so, dass man sich sofort woh fühlt, auch, wenn unser westlicher Perfektionismus wahrscheinlich irgendwo ein Haar finden würde. Ich, der sonst überall das Haar sucht, fühle mich pudelwohl. Das Resort ist ein Traum, die Mitarbeiter hier alle so freundlich. Der ganze Ballast, womit man sich normalerweise stresst, ist komplett zuhause geblieben. Wie entspannend.

Keine 2 Stunden später hatten wir schon unseren ersten Arzttermin. 3 Ärzte, die sich gewissenhaft nach dem Grund Deines Kommens erkundigen. Puls-, Zungen-, Augendiagnose. Alles wird abgefragt. Etwaige Süchte (Zucker, Alkohol....) werden abgefragt und alle Ärzte nicken wissend ob der westlich gestressten Mimik. Zum Abschluss wird mir Mut gemacht: Ja, wir bekommen das in 2 1/2 Wochen hin.

Na gut... Also Urlaub ohne "Sundowner". Dafür viele Thermoskannen mit heissem Wasser und lecker indischem Essen, das genau auf meine Konstitution abgestimmt wird. Ohne Rücksicht- was der Arzt sagt, ist hier Gesetz. Meine Freundin bekommt noch leckeres Curry mit Reis oder indischen Pfannkuchen, während ich nach 2 Tagen schon auf Reisschleim gesetzt bin. Hmmm, viell. habe ich die letzten Monate doch übertrieben!?

Die ersten Tage plagten mich Kopfschmerzen und Jetlag. Bei den täglichen Arztterminen wird aber auf all meine Befindlichkeiten Rücksicht genommen und sofort im Rahmen der Massage-Therapie und des Ernährungsplans darauf reagiert. Man ist zu keinem Zeitpunkt alleine mit seinen Zipperlein- so werden meine Nackenschmerzen bereits seit 4 Tagen mit Stempel-Massagen und Umschlägen bearbeitet. 

Nun bin ich also bei der Königsdisziplin (die da aber nicht die Einzige bleiben wird) angelangt: Morgendliches Ghee-Trinken. Bei den ersten 30ml konnte ich mir noch vorstellen, es wäre Tequila (wegen der Zitrone danach und der Menge), aber bei den heutigen 110ml war mir dann doch etwas komisch. Einen knapp 6-fachen Tequila hab ich noch nie getrunken.... 

Runter damit! Im Namen der Gesundheit!
Die nächsten Tage noch mehr zu meinem Befinden und dem Resort.

Herzlichst

YU

Veröffentlicht von: Sabine Schindler in Allgemein

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